Vergewaltigung

Roosh (siehe Bild) vertritt ein normatives Geschlechterkonzept, das männliche Gewalt gegen Frauen teilweise legitimiert.

Im Februar 2015 veröffentlichte Roosh einen Artikel auf seiner Seite, in dem er die Legalisierung von Vergewaltigungen auf Privatgelände vorschlägt. Wenn Vergewaltigung nur im öffentlichen Raum eine Straftat wäre, so Roosh, dann würde eine Frau ihren Körper so schützen wie „ihre Geldbörse oder ihr Smartphone“ und nie ohne Begleitung mit einem Mann unterwegs sein, mit dem sie keinen Sex haben will. So ließe sich Vergewaltigung seiner Meinung nach stoppen.

Für den 6. Februar 2016 rief er auf seiner Seite Return of Kings zum internationalen „Meet-Up-Day“ auf, der laut Roosh in 43 Ländern stattfinden sollte.

An dem Tag sollen sich weltweit Männer, die sich von seinen Ideen und Aussagen wie seiner Forderung nach der Straffreiheit von Vergewaltigung angesprochen fühlen, treffen und sich austauschen. Valizadeh ging es darum, auf eine vermeintliche Verantwortung von Frauen, nicht vergewaltigt zu werden, aufmerksam zu machen und Vergewaltigungen auf Privatbesitz zu erlauben. Frauen sowie transsexuellen und schwulen Männern hat Roosh verboten, an den Treffen teilzunehmen.

Von unterschiedlichsten Gruppen wurden Proteste angekündigt. Roosh gab bekannt, dass er weibliche Demonstranten fotografieren würde, um ihre Fotos später ins Internet zu stellen und sie zu kritisieren.

Valizadeh wollte an dem Tag selbst in Australien sein. Auf Anweisung des Immigrationsministers Peter Dutton überwacht das Department of Immigration seine Aktivitäten. Seine Anhänger planten „Stammestreffen“ („tribal meetings“) in Sydney, Melbourne, Brisbane und Perth an dem Tag. Valizadeh kündigte an, mit seiner Yacht von Indonesien oder Osttimor nach Australien zu gelangen.

Weil er die Sicherheit und Privatssphäre der teilnehmenden Männer nicht garantieren könne, sagte er seinen Australienbesuch jedoch am Tag zuvor ab.

Anhänger kündigten in Deutschland sieben Treffen in Aachen, Berlin, Frankfurt Main, Hamburg, München, Nürnberg und Würzburg an.

(Quelle Wiki)

 

 

„Wie krank können manche Menschen sein, dass sie überhaupt auf die Idee kommen, an einer Demo teilzunehmen, deren Ziel es ist, Vergewaltigungen von Frauen zu erlauben?

 

Hier müssen schon im Vorfeld Exekutive und Gesetzgebung mit voller Härte durchgreifen“, verlangt Team Stronach Frauensprecherin Martina Schenk, die hofft, „dass diese Demo-Idee nur ein schlechter Scherz ist und nicht die tatsächliche Meinung einiger Männer“. Gerade angesichts der – wohl auch aufgrund der Flüchtlingswelle – vermehrt stattfindenden sexuellen Belästigungen von Frauen, müsse ein klares Zeichen gesetzt werden, verlangt Schenk. „Wer hier zu strafbaren Handlungen aufruft, muss sich vor einem Richter wiederfinden!“, so die Team Stronach Frauensprecherin.