Zwischenbericht der Arbeitsgruppe „Frauen in Führungspositionen“ – 42 Maßnahmen für erhöhten Frauenanteil – 25 Prozent weibliche Führungskräfte bis 2030 als Ziel

Vor eineinhalb Jahren wurde von Innenminister Gerhard Karner eine Arbeitsgruppe zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ ins Leben gerufen. Einen Zwischenbericht der Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe und die daraus abgeleiteten Maßnahmen präsentierten Innenminister Gerhard Karner und Kärntens Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß am 19. Februar 2024 bei einer Pressekonferenz im Innenministerium.

„Der Prozess, der vor eineinhalb Jahren gestartet wurde, muss intensiv weitergehen, damit wir in der Zukunft mehr Frauen in Führungspositionen bekommen“, sagte Innenminister Gerhard Karner. „Wenngleich die Zahlen noch nicht zufriedenstellend sind, sind wir auf dem richtigen Weg.“

„Der Frauenanteil in der Exekutive steigt stetig, aber beim Anteil an weiblichen Führungskräften besteht Handlungsbedarf“, sagte Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß.

Übergeordnetes Ziel ist, den Frauenanteil in Führungspositionen bis 2030 auf 25 Prozent zu erhöhen, derzeit liegt dieser im Innenressort bei elf Prozent. Dafür wird ein neues Referat „Frauenkarrieren“ eingerichtet, um Frauen bei ihrem Karriereweg zu unterstützen. Zudem werden Mentoring-Programme eingerichtet, um Frauen möglichst früh und umfassend mit Führungsfunktionen vertraut zu machen. Auch sollen spezialisierte Kampagnen zur Rekrutierung von Frauen weiterentwickelt werden.

Zwtl.: 42 Maßnahmen zur Förderung von weiblichen Führungskräften

Die Arbeitsgruppe legte 42 Maßnahmen vor, mit denen der Frauenanteil in Führungspositionen im Innenressort erhöht werden soll. So seien Aus- und Fortbildungen wichtig, bei denen vor allem auch Frauen als Vortragende tätig sind, die Förderung von späten Karrieren, der Einsatz von Führungsteams statt einzelnen weiblichen Führungskräften sowie die Kinderbetreuung. Zudem sollen Frauen mit gezielten Maßnahmen beim beruflichen Wiedereinstieg nach der Karenz unterstützt werden.

Frauenanteil im Innenministerium

Mehr als 24 Prozent der uniformierten Bediensteten sind Frauen, in der Sicherheitsverwaltung liegt der Anteil mit knapp 58 Prozent deutlich höher. Damit sind im Innenressort insgesamt 30,6 Prozent der rund 38.000 Bediensteten Frauen. Mit 31. Jänner 2023 waren 29,8 Prozent der Führungskräfte in der Zentralstelle des Innenministeriums weiblich, in den Landespolizeidirektionen liegt der Anteil bei lediglich 8,4 Prozent. Für das gesamte Innenressort bedeutet das einen Frauenanteil von 11 Prozent in Führungspositionen. In der Polizeigrundausbildung liegt der Frauenanteil bei mittlerweile 38 Prozent.

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