12.10.2019 AT Salzburg: Demonstration – Gemeinsam aufstehen für Rojava

12.10.2019 AT Salzburg: Demonstration – Gemeinsam aufstehen für Rojava

Freiheit statt Krieg – gegen türkische Militäroffensive

Offensive in Nordsyrien

Durch die türkische Regierung wurde ein Angriff auf die im Norden von Syrien liegenden Gebieten gegen die dortigen kurdischen YPG-Milizen gestartet.

Seitens der Türkei wird dies mit dem Selbstverteidigungsrecht entsprechend der UNO-Charta begründet.
„Es geht um die Verfolgung von Terroristen.“

Angegriffen werden Stellungen der Milizen, jedoch werden auch zivile Opfer gemeldet.

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Uralte Konflikte zwischen Kurden und Türken

Bei den Kurden handelt es sich um eine westasiatische Ethnie, deren ursprüngliches Land Kurdistan bezeichnet wurde.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Gebiet von Kurdistan durch die Alliierten auf Iran, Irak, Türkei und Syrien aufgeteilt.
Dadurch wurden plötzlich viele Kurden türkische Staatsbürger.
Die Türkei versuchte durch verschiedene Maßnahmen den Kurden ihre Sprache und Kultur zu nehmen.

Die Kurden verfügen über kein eigenes Land mehr.
Geschätzte 30 Millionen Menschen dürften dieser kurdischen Gruppe angehören.

Es bildeten sich verschiedene kurdische Organisationen, welche auch von Terroranschlägen und bewaffneten Kämpfen nicht zurückschreckten.
Während der Konflikte in den Jahren 1984 bis 1999 kamen zirka 35000 Menschen zu Tode.

Bollwerk gegen Süden

Zum Zeitpunkt der ersten massiven Migrationsbewegungen im Jahre 2015 versuchte die EU die Türkei als Puffer gegen die Migration vom Süden einzuspannen.


Seitdem sieht die türkische Regierung das Vorgehen gegen kurdische Unabhängigkeitskämpfer als gerechtfertigt an.

Komplexe Interessenlagen

Im Umfeld dieser Konflikte gibt es viele Parteien die hier ihre Interessen durchsetzen wollen.
Von der USA über die Russen bis zur EU gibt es hier unterschiedliche Interessenslagen.

Problematische Situationen

Die kurdischen Milizen kämpften mit der Unterstützung der USA gegen den islamischen Staat (IS).
Es wurden durch die Kurden Gefangenenlager eingerichtet, in welcher sich IS-Gefangene aufhalten.
Nun besteht die Gefahr, dass diese Dschihadisten freikommen und sich Richtung Europa absetzen.
Die könnte zu einer neuen Welle der Gewalt führen.

Auf Versuche der EU diesen Angriffskrieg zu kritisieren, antwortete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit der Möglichkeit den Flüchtlingspakt mit der EU aufzukündigen und weit über 3 Millionen sich in der Türkei aufhältige Flüchtlinge nicht mehr auf ihrem Weg nach Europa aufzuhalten.
In diesem Zusammenhang kritisierte Erdoğan auch die Nichteinhaltung der durch die EU versprochenen Unterstützungszahlungen.

Die Türkei ist seit 1952 Mitglied der NATO und verfügt über das zweit stärkste Heer dieser Allianz
(735.000 aktive Soldaten, 380.000 Reservisten, 14 Milliarden Dollar Militärbudget).
Infolge dessen fordert die Türkei ein klares und deutliches Bekenntnis der Solidarität der NATO ein.

Die USA als Bündnispartner in der NATO stellt sich jedoch gegen den Angriff der Türken im Norden von Syrien.
Hier besteht die Gefahr einer massiven Auseinandersetzung zwischen Verbündeten.
In verschiedenen Bereichen näherte sich bereits die Türkei an Russland an.
Mit dem Kauf von russischen Luftabwehrraketen des Typs S-400 hat die Türkei bereits die NATO-Partner vor dem Kopf gestoßen.

Entspannung der Situation für die Menschen

Aufgrund der komplexen Interessenslagen und der Risiken durch die problematischen Situationen sind die betroffenen Menschen nur Spielfiguren am Schachbrett.


Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass das Wohl der Menschen vor Ort, vor den anderen Interessen der „Player“ stehen wird.
Die Gefahr von noch größeren Folgen der Krise kann nicht ausgeschlossen werden.

Europaweite Demonstrationen gegen den Krieg

In vielen Städten kommt es zu Demonstrationen gegen diesen Krieg.

Am Samstag wurde durch „Solidarisches Salzburg“ zur Kundgebung in Salzburg aufgerufen.

Treffpunkt war der Salzburger Hauptbahnhof um 13 Uhr 30.
Die Teilnehmer zogen danach in Richtung türkisches Konsulat.

und weiter Richtung Platzl wo die Demo endete.


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